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Nachbarschaftsordnung der Marienburger in Deutschland

 § 1 Name, Sitz, Geschäftsjahr
   1.1 Der Verein führt den Namen „Marienburger Nachbarschaft in
       Deutschland“(Nacheiner   Eintragung ins Vereinsregister
       erhält er den Zusatz e.V.).
       Die Kurzform des Namens lautet „Marienburger Nachbarschaft e.V.“.
   1.2 Der Verein hat seinen Sitz in Drabenderhöhe, 51674 Wiehl.
   1.3 Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
   1.4 Der Verein hat als Publikation die „Marienburger Nachrichten“

 § 2 Vereinszweck und Aufgaben
   2.1 Der Verein Marienburger Nachbarschaft ist ein ideeller Verein und
       verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke.
   2.2 In Verbundenheit mit dem Glauben und der Kirche seiner
       siebenbürgischen Vorfahren versteht sich der Verein als
       wesentlicher Bestandteil der siebenbürgisch-sächsischen
       Gemeinschaftsorganisationen.
   2.3 Der Verein stellt sich vor allem folgende Aufgaben:
   2.3.1 Hilfen bei der Integration ausgesiedelter Landsleute.
         Dieser Aufgabe ist oberste Priorität zuzumessen, ohne
         dabei Herkunft, Lebensweise und Tradition unserer Vorfahren
         abzulegen, zu leugnen oder zu vergessen.
   2.3.2 Pflege der Kontakte zum Heimatort, Materielle und geistige
        Hilfen an die Bewohner des Heimatortes
        Marienburg/Burzenland/Rumänien.
   2.3.3 Mitwirkung bei dem Erhalt, der Betreuung und der Pflege von
        bedeutenden Marienburger Bauten und Kulturdenkmälern,
        insbesondere der Marienburger Kirche.
   2.3.4 Förderung der Jugendarbeit in der Nachbarschaft.
   2.3.5 Dokumentation in Bild und Schrift des Lebens und der
         Leistungen der Marienburger.
   2.3.6 Zusammenarbeit mit Vereinen und Institutionen in Siebenbürgen,
         Deutschland, Österreich, Rumänien u.a., insbesondere mit der
         Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen in Deutschland und
         Österreich, mit dem Verband der Siebenbürgischen
         Heimatortsgemeinschaften, mit dem Hilfskomitee der Siebenbürger
         Sachsen und Banater Schwaben und allen kulturellen Einrichtungen
         der Siebenbürger Sachsen.
   2.3.7 Sammlung von Spenden zur Erfüllung der Vereinsaufgaben.

 § 3 Gemeinnützigkeit
   3.1 Der Verein ist selbstlos tätig. Er verfolgt nicht in erster Linie
       eigenwirtschaftliche Zwecke.
   3.2 Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige
       Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der
       Abgabenordnung.
   3.3 Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke
       verwendet werden.
   3.4 Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus den Vereinsmitteln.
   3.5 Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins
       fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen
       begünstigt werden.

 § 4 Mitgliedschaft
   4.1 Mitglied der Marienburger Nachbarschaft kann werden:
       ehemalige Marienburger, deren Familienangehörige und Nachkommen,
       sowie jede natürliche und juristische Person, die sich zu der
       Gemeinschaft der Marienburger Nachbarschaft bekennen, diese
       Satzung und den Aufgaben dieses Vereins und dadurch ihre
       Verbundenheit zu der Gemeinschaft der „Marienburger“ bekundet.
       Es gilt die Familienmitgliedschaft.

 § 5 Beendigung der Mitgliedschaft
   5.1 Die Mitgliedschaft endet durch den Tod, durch den Austritt oder durch
       Ausschluss eines Mitglieds.
   5.2 Der Austritt erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber dem
       Vorstand (gem. § 7.1 dieser Satzung) zum Ende des Geschäftsjahres.
   5.3 Die Mitglieder, die trotz schriftlicher Mahnung ihren Pflichten
       gegenüber dem Verein nicht nachkommen oder in sonstiger Weise
       durch ihr Verhalten die Interessen oder das Ansehen des Vereins
       schädigen, können durch Beschluss des Vorstandes aus dem Verein
       ausgeschlossen werden.
       Vor dem Ausschluss findet eine Anhörung des betroffenen Mitglieds
       durch den Vorstand statt. Über die Beschwerde eines Betroffenen
       entscheidet die nächste Mitgliedversammlung mit 2/3 Mehrheit.

 § 6 Mitgliedsbeiträge
   6.1 Über die Höhe der Mitgliedsbeiträge und ihre Fälligkeit entscheidet auf
       Vorschlag des Vorstandes die Mitgliederversammlung.
   6.2 Die Mitgliedsbeiträge, Spenden, Zuwendungen der öffentlichen Hand
       und die Erträge des Vereinsvermögens dienen ausschließlich der
       Erfüllung des Vereinszwecks.

 § 7 Organe des Vereins
   7.1 Die Organe der Marienburger Nachbarschaft sind:
        - die Mitgliederversammlung
        - der Vorstand
        - der erweiterte Vorstand

 § 8  Der Richttag - Mitgliederversammlung
   8.1 Der Richttag (Mitgliederversammlung) ist das oberste Vereinsorgan.
   8.2 Der Richttag tritt einmal in zwei Jahren zusammen.
   8.3 Der Richttag wird unter Bekanntgabe der Tagesordnung mit einer Frist
       von mindestens vier Wochen schriftlich einberufen.
   8.4 Der Richttag entscheidet grundsätzlich mit einfacher Mehrheit der
       stimmberechtigten Anwesenden. Er ist beschlussfähig, unabhängig
       von der Anzahl der anwesenden Mitglieder.
   8.5 Bei Satzungsänderungen entscheidet der Richttag mit 2/3 Mehrheit der
       stimmberechtigten Anwesenden.
   8.6 Jedes Mitglied kann bis spätestens 10 Tage vor dem Richttag beim
       Vorstand schriftlich mit kurzer Begründung Anträge an den Richttag
       stellen.
   8.7 Es wird offen abgestimmt. Auf Antrag eines Viertels der anwesenden
       Mitglieder findet die Abstimmung oder die Wahl geheim statt.
   8.8 Der Richttag ist insbesondere zuständig für die
        - Wahl des Vorstandes
        - Wahl der Kassenprüfer und Ersatzkassenprüfer
        - Genehmigung des Haushaltsplanes
        - Genehmigung des Jahresabschlusses
        - Überprüfung der Tätigkeit und der Beschlüsse des Vorstandes
        - Erteilung der Entlastungen
        - Festsetzung des Mitgliedbeitrages
        - Ernennung von Ehrenmitgliedern
        - Beschlüsse über Anträge
        - Auflösung des Vereins.
   8.9 Über die Beschlüsse des Richttages ist ein Protokoll zu führen.
       Dieses ist vom Schriftführer und vom Nachbarvater zu unterzeichnen.
       Es ist allen Mitgliedern zur Kenntnis zu bringen.

 § 9 Außerordentlicher Richttag
   9.1 Bei Bedarf kann der Vorstand jederzeit eine außerordentliche
       Richttag einberufen.
   9.2 Der Vorstand muss eine außerordentlichen Richttag zum
       nächstmöglichen Termin, jedoch spätestens nach vier Monaten,
       einberufen, wenn mindestens ein Zehntel aller Mitglieder dies
       schriftlich unter Angabe des Zwecks und der Gründe beantragt.

 § 10 Vorstand
   10.1 Der Vorstand besteht aus
        - dem Nachbarvater (Vorsitzenden), der auch Sprecher der
          Heimatortsgemeinschaft ist
        - dem stellvertretenden Nachbarvater
        - der Nachbarmutter
        - dem/der Schriftführer/in
        - dem/der Kassenwart/in
   10.2 Die Vorstandsmitglieder werden vom Richttag auf die Dauer
        von zwei Jahren gewählt und bleiben im Amt, bis Neuwahlen
        stattgefunden haben.
   10.3 Der Vorstand kann sich eine Geschäftsordnung geben. Er kann auch
        Personen, die nicht Mitglieder des Vorstandes oder des erweiterten
        Vorstandes sind, mit der Erfüllung von Aufgaben beauftragen.
   10.4 Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit Stimmenmehrheit der
        anwesenden Vorstandsmitglieder. Bei Stimmengleichheit gibt die
        Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag.
   10.5 Der Vorstand beschließt über die Aufnahme neuer Mitglieder.

 § 11 Erweiterter Vorstand
   11.1 Der Vorstand kann in der Ausübung seiner Aufgaben Beisitzer in den
        erweiterten Vorstand berufen. Diese werden von der
        Mitgliederversammlung für zwei Jahre gewählt.
        Sie nehmen auf Einladung des Vorsitzenden an den Vorstandssitzungen
        teil. Sie haben beratende Funktion.

 § 12 Vertretung des Vereins
   12.1 Vertretung des Vereins. Der Verein wird gerichtlich und außergerichtlich,
        im Sinne des § 26 BGB, durch den Nachbarvater oder durch den
        stellvertretenden Nachbarvater, allein vertreten. Intern kann der
        stellvertretende Nachbarvater oder die Nachbarmutter bei Verhinderung
        des Vorsitzenden tätig werden.
   12.2 Der Nachbarvater, der stellvertretende Nachbarvater oder die
        Nachbarmutter können die außergerichtliche Vertretung für einzelne
        Gebiete oder Aufgaben auch anderen Mitgliedern des Vorstands
        bzw. des erweiterten Vorstands übertragen.

 § 13 Rechnungsprüfer
   13.1 Der Richttag wählt zwei Kassenprüfer und zwei Stellvertreter für die
        Amtsdauer des gewählten Vorstands.
   13.2 Die Rechnungsprüfer haben bei Bedarf, jedoch mindestens einmal in
        zwei Jahren die Ordnungsmäßigkeit der Kassenführung zu prüfen und
        einen Kassenprüfungsbericht zu erstellen. Über das Ergebnis der
        Prüfung ist dem Richttag zu berichten.

 § 14 Satzungsänderungen
   14.1 Beabsichtigte oder erforderliche Satzungsänderungen müssen den
        Mitgliedern mit dem Einladungsschreiben bekannt gegeben werden.
        Beschlüsse über Änderungen werden durch den Richttag mit 2/3
        Mehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder gefasst.

 § 15 Auflösung des Vereins
   15.1 Die Auflösung des Vereins ist nur auf einer zu diesem Zweck
        einberufenen Richttag möglich und bedarf einer Mehrheit von ¾ der
        anwesenden stimmberechtigten Mitgliedern.
   15.2 Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall der steuerbegünstigten
        Zwecke fällt sein Vermögen den gemeinnützigen Kultureinrichtungen
        der Siebenbürger Sachsen in Deutschland zu.

 § 16 Gültigkeit der Satzung
      Die vorliegende Satzung wurde
      Angenommen am 12.09.1981 in Drabenderhöhe,
      erweitert am 24.09 1983 in Drabenderhöhe,
      überarbeitet und angenommen am 19.09.1992 in Drabenderhöhe,
      überarbeitet und angenommen am 23.09.2006 in Nürnberg.

 

 gez. Nachbarvater:                   Schriftführer/in:

 
 Harald Janesch            Brunhild Schoppel-Groza